"Allein erziehende brauchen klare finanzielle Unterstützung statt warmer Worte"

Veröffentlicht am 27.10.2011 in Pressemitteilung

Bei der Abstimmung über den Bericht zur Situation alleinerziehender Mütter in Europa forderte die SPD-Europaabgeordnete Jutta STEINRUCK die Mitgliedsstaaten dazu auf, die Probleme ernst zu nehmen. „In Sonntagsreden hören wir von den Regierungen immer warme Worte an die Alleinerziehenden. Aber diesen Worten folgen selten Taten.“

Alleinerziehende haben mit diversen Problemen zu kämpfen: Erwerbs- und Ausbildungsunterbrechungen, Probleme des beruflichen Wiedereinstiegs und fehlende Kinderbetreuungsmöglichkeiten sind nur einige Beispiele. In Rheinland-Pfalz liegt die Kinderbetreuung für unter 3-Jährige bei 28%. „Das ist eine Steigerung von 250% im Vergleich zum Jahr 2006. Im Bundesschnitt stehen wir damit ganz gut dar, ausreichend ist es jedoch noch nicht.“ Doch allein mit dem Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten sei den Alleinerziehenden noch nicht geholfen. „Darüber hinaus müssen auch Unternehmen bei der Einstellung Alleinerziehender unterstützt werden“, so STEINRUCK.

Das größte Problem allerdings besteht nach Ansicht von Steinruck im Armutsrisiko. Dies sei extrem hoch: EU-weit liegt das Risiko der Verarmung bei alleinerziehenden Müttern bei 32% im Vergleich zu 12% bei Paaren. „Dabei ist es nicht nur so, dass die Frauen aufgrund ihrer Kinder weniger Möglichkeiten haben zu arbeiten, sie bekommen außerdem weniger Rente im Alter und weniger Unterstützung im Falle von Arbeitslosigkeit“, so die Sozialexpertin weiter. Gute Konzepte müssten weiterentwickelt werden, die Mitgliedstaaten seien hier in der Pflicht.

Jutta STEINRUCK abschließend: „Wenn wir in Europa Kinder wollen, müssen wir Geld für die Familien in die Hand nehmen. Und zwar in aller erster Linie für die Alleinerziehenden! Jetzt sind die Mitgliedsstaaten gefordert, unsere Position umzusetzen.“

Hintergrund:
Der Bericht der EPP-Abgeordneten Barbara Matera zur Situation allein erziehender Mütter in Europa fordert die Mitgliedsstaaten dazu auf, Maßnahmen zur Verbesserung der Lage allein erziehender Mütter in Europa. Insbesondere müssen Probleme der Erwerbsunterbrechungen, erhöhtes Armutsrisiko, fehlende Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten sowie die Gesundheitssituation als problematisch eingeschätzt werden.

 

Mitglied werden!

Mitglied werden!

NachDenkSeiten - Die kritische Website

Juso-Kreisverband Germersheim

Die Jusos bei Facebook

Ministerpräsidentin

Malu Dreyer

Thomas Hitschler

Für uns im Bundestag


Danke für die tolle Unterstützung. Ich werde engagiert für euch arbeiten und mich mit aller Kraft für die Südpfalz einsetzen.


SWR Erste Bundestagsitzug

Erste Bundestagsrede

Besucher

Besucher:253967
Heute:29
Online:2

Info - News - Info

22.01.2018 09:17 Bundesparteitag in Bonn – SPD tritt in Koalitionsverhandlungen ein
Das ist gelebte Demokratie. Nach einer leidenschaftlichen und kontroversen Debatte hat der SPD-Parteitag den Weg frei gemacht für Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU. Über 3.000 Delegierte und Gäste haben in einer emotionalen Auseinandersetzung um den richtigen Weg für die SPD gerungen und das Für und Wider von Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU diskutiert. „Lebendige Demokratie“, so beschrieb

21.01.2018 09:12 Andrea Nahles zur Debatte in der SPD und zum Erneuerungsprozess
Andrea Nahles im Interview mit der Welt am Sonntag Andrea Nahles bekräftigt die Notwendigkeit, die SPD zu erneuern. Dazu müsse man aber nicht in der Opposition sein. Das gesamte Interview auf spdfraktion.de

19.01.2018 09:11 Garantie des Rentenniveaus ist wichtig und ein großer Fortschritt
Katja Mast, SPD-Fraktionsvizin, erläutert, warum die Sondierungsergebnisse mit der Union in der Rentenpolitik so wichtig sind. Die SPD hat sich gegen den Widerstand der CDU/CSU durchgesetzt und für mehr soziale Sicherheit gesorgt. „Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen sich nach jahrzehntelanger Arbeit im Alter auf die Rente verlassen können. Dafür hat die SPD in den Sondierungen gesorgt: Noch

Ein Service von websozis.info