Patienteninformationen müssen beiden Geschlechtern gerecht

Veröffentlicht am 29.05.2008 in Allgemein

Mechthild Rawert

Zum Internationalen Aktionstag Frauengesundheit am 28. Mai 2008 erklärt die zuständige Berichterstatterin der Arbeitsgruppe Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion Mechthild Rawert

Eine frauengerechte Gesundheitsversorgung ist dringend geboten.
Denn obwohl inzwischen bekannt ist, dass Frauen anders krank
sind als Männer, wirkt sich diese Erkenntnis noch nicht
flaechendeckend auf die Gesundheitsversorgung von Frauen aus.

Unterschiede in Hormonhaushalt und Stoffwechsel, bei Gewicht
sowie bei Fett- und Muskelmasse haben zur Folge, dass Frauen auf
viele Medikamente anders reagieren als Männer. Diesem
Unterschied wurde mit der Novellierung des Arzneimittelgesetzes
im Jahr 2004 Rechnung getragen. Seither müssen Frauen bei
klinischen Prüfungen von Arzneimitteln als
Prüfungsteilnehmerinnen angemessen berücksichtigt werden.
Neben dem Nachweis der Unbedenklichkeit oder der Wirksamkeit
muss die klinische Prüfung zusätzlich moegliche
unterschiedliche Wirkungsweisen bei Frauen und Maenner
beruecksichtigen.

Doch nicht allein die Zulassungsbedingungen für Arzneimittel,
sondern auch die Patienteninformationen über
verschreibungspflichtige Medikamente können sich unmittelbar
auswirken auf die Gesundheitsversorgung von Frauen und Männern.
Der Vorschlag der EU-Kommission vom 5. Februar dieses Jahres,
die Arzneimittelrichtlinie zu ändern und der Pharmaindustrie
bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln die Möglichkeit zur
Patienteninformation zu geben, wird von der Bundesregierung
kritisch beurteilt. Zu Recht stellt sie ab auf die
Sicherstellung einer einheitlichen und hohen Qualität der
Patienteninformation. Die aber wäre mit dem Vorschlag der
EU-Kommission insofern gefährdet, als eine klare Trennung
zwischen beeinflussender Werbung und neutraler Information
schwierig ist, wenn derjenige, der ein Absatzinteresse hat,
informiert.

Für die Stärkung der Rechte von Patientinnen und Patienten
braucht es umfassende und zuverlaessige Informationen, die immer
auch auf die Bedarfe beider Geschlechter zugeschnitten sein
müssen.

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© 2008 SPD-Bundestagsfraktion

 

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