"Nein zu Gewalt an Frauen!"

Veröffentlicht am 25.11.2008 in Pressemitteilung

Seit 2001 ruft Terre des Femmes jährlich zum 25. November dazu auf, die blaue Fahne zu hissen. Der 25. November ist der internationale Tag "Nein zu Gewalt an Frauen" und geht zurück auf die Ermordung der Schwestern Mirabal am 25. November 1960.
Hierzu erklärt die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Elke Ferner,MdB:

Gemeinsam mit allen im Bundestag vertretenen Parteien, zahlreichen Verbänden und Bürgerinnen und Bürgern setzt der Parteivorstand der SPD am heutigen Tage mit der blauen Fahne, "frei leben - ohne Gewalt", ein Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen. Die hierbei herrschende Einigkeit über Parteigrenzen hinweg kann uns als ASF natürlich nur freuen.

Doch obgleich dieses Bekenntnis zu Frauenrechten selbstverständlich zu sein scheint und vermeintlich auch keiner besonderen Betonung bedarf, sieht die Realität jedoch nur zu oft anders aus. Gewalt in der Ehe, Zwangsverheiratungen, Genitalverstümmelung, die Abtreibung weiblicher Föten, Zwangsprostitution etc. zählen bis heute zu den typischen Gewalthandlungen gegen Frauen und Menschenrechtsverletzungen, die in vielen Ländern, nicht nur in den Krisenregionen der Welt, immer noch zur Tagesordnung gehören.

Dort, genau wie hier in Deutschland, ist es unsere Aufgabe als ASF, Partei zu ergreifen für die Opfer von Gewalt, Diskriminierung und Ausbeutung. Dazu gehört es auch, dass Frauenrechte weltweit endlich konsequent als Menschenrechte begriffen werden. Denn allgemeine Menschenrechte gehen über den Bereich der bürgerlichen und politischen Rechte, die in erster Linie dem Schutz des Individuums vor dem Staat dienen, hinaus. Traditionelle und kulturelle Eigenheiten dürfen hier nicht als Vorwand benutzt werden, wenn es zu Menschenrechtsverletzungen an Frauen, nicht nur von staatlicher Seite, kommt.

Wenn es darum geht, Frauen überall auf der Welt gegen alle Formen von Gewalt und Diskriminierung zu schützen, ist das aktive und langfristige Engagement eines breiten gesellschaftlichen Bündnisses gefragt. Die Fahnen, die wir heute über vielen Dächern wehen sehen können, sollten wir deshalb als Startsignal für unser Handeln und nicht nur als Zeichen verstehen.

 

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