Aus der Geschichte

Sozialdemokraten in Berg

Als in den Nachbarorten Hagenbach, Maximiliansau (Pfortz) und Wörth bereits vor Hundert Jahren Ortsvereine der SPD gegründet wurden,haben die aus Berg kommenden Arbeiter dort ihre politische Heimat gefunden. Es kam daher in Berg noch nicht zur Gründung eines eigenen Ortsvereins. Gleichwohl gab es sogar noch in der Nazizeit sozialdemokratische Aktivitäten, natürlich jetzt im Untergrund: Aufgrund der Nähe zu Frankreich wurden von den Nazis verbotene Druckstücke über die Grenze geschmuggelt und nach Karlsruhe transportiert. Dies fiel jedoch bald auf, die Aktiven wurden schwer bestraft.
In Erinnerung bleibt jedoch vor allem Wilhelm Offenbacher, der zu einer Zuchthausstrafe verurteilt wurde. Nach Kriegsende und kurz nach der Zulassung politischer Parteien wurde im Mai 1946 von Wilhelm Offenbacher ein Ortsverein der SPD Berg gegründet. Heute unvorstellbar, aber damals bekamen die Gründer in Berg keinen Gaststättenraum, so dass die Gründung in Maximiliansau durchgeführt werden musste. Bis Mitte der 50er Jahre war der Ortsverein, der bald von Konrad Rihm geprägt worden war, aktiv. Sozialdemokraten waren schon zu dieser Zeit Mitglieder des Gemeinderates.

 


Berg, alte Mühle an der Lauter, nach einem Aquarell von Karl

Ein Neuaufbau erfolgte 1964 nach Anregung von Oskar Böhm, Kandel, und zwar durch den 2005 verstorbenen Günter Weidenthaler und den Genossen Heinz Fuhrmann. Konrad Rihm trat im Jahr 1965 wieder der SPD bei und mit ihm die Mitglieder seiner sozialdemokratischen Wählergruppe. Er selbst wurde im Jahr 1971 Vorsitzender des Ortsvereins und blieb dies bis 1979. Nach Kurt Steigleder (1979 – 1981) und Karheinz Rihm (1982, 1983) war von 1984 bis 1993 Heinz Schmitt. Ortsvereinsvorsitzender. Ihm folgte für 8 Jahre Hubert Fosselmann bis 2002. Ab 2003 hatte die SPD Berg mit Gudrun Barth eine Frau als Vorsitzende. Frau Barth fürte den Ortsverein 9 Jahre lang. Ursula Paepcke übernahm 2012 den Vorsitz.

 


Reinhard Scherrer

Seit langem finden die Aktivitäten vor allem im dörflichen Bereich statt und verschaffen uns wegen des stetigen Einsatzes für die Bürgerinnen und Bürger von Berg ein gutes Ansehen bei der gesamten Bevölkerung. Dies zeigt sich in immer besseren Wahlergebnissen eines früher sehr konservativen Dorfes für die SPD, ihre Kandidatinnen und Kandidaten. So verfehlte Hubert Fosselmann seinerzeit mit weniger als 10 Stimmen den Wahlerfolg bei der Bürgermeisterwahl, unser Reinhard Scherrer erzielte bei der Wahl zum Verbandsbürgermeister in Berg über 60% der Stimmen und bei der letzten Landtagswahl wurde ein Landesstimmenergebnis von fast 50% erreicht.

 

Aber auch an unserem Ortsverein gibt es keine Ausnahme vom Älterwerden der Gesellschaft und der politischen Zurückhaltung und teilweise Abkehr vom politischen Engagement bei der jüngeren Bevölkerung. Daher hat leider auch bei uns die Zahl der Mitglieder eine negative Tendenz. Wir freuen uns daher über Jede und Jeden, die dauernd oder bei befristeten Aktionen zur Mitarbeit bei uns bereit sind.

Aber wir freuen uns auch über Ihr Interesse an unserem Internetauftritt und an diesem geschichtlichen Überblick über die Geschichte von Sozialdemokraten in Berg.

 

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