Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 18.12.2007

Veröffentlicht am 19.12.2007 in Fraktion

Durch Änderung der Tagesordnung ging es zuerst um die „Wiederansiedlung der Sumpfschildkröte“ in der Gemarkung. Mitarbeiter der Kreisverwaltung berichteten als Gäste über das Projekt, das durch gemeinsames Handeln mit der französischen Seite mit Geldern der Europäischen Union finanziert werden soll.

Nachdem in Lauterburg bereits Ansiedlungsbemühungen laufen, soll versucht werden, diese Schildkröten im benachbarten, ehemaligen Kiesgelände Schlüter und im roten und schwarzen Loch anzusiedeln. Aufgrund lebhafter Fragen und verschiedentlich geäußerter Sorgen erläuterten die Gäste, dass die Sumpfschildkröte im Mittelalter als beliebte Fastenspeise in Deutschland nahezu ausgerottet wurde, dass aber noch um 1950 geringe Bestände in Rheinland-Pfalz vorhanden waren. Es werde somit keine fremde Tierart „eingebürgert“. Eine Konkurrenz für die Landwirtschaft oder den Angelsport sei nicht zu erwarten. Auch die bisherigen Tier- und Pflanzenarten würden durch die Sumpfschildkröte nicht verdrängt. Mit Beschluss des Gemeinderates wurde das Projekt grundsätzlich begrüßt, bei dem weiteren Vorgehen müsse die Gemeinde aber einbezogen bleiben, damit die verschiedenen Interessen aus Berger Sicht gewahrt werden könnten. Dies wurde dem Gemeinderat zugesagt .

Im Zusammenhang mit dem Forstwirtschaftsplan für 2008 berichtete die Forstverwaltung auch über die Ergebnisse des Jahres 2007. Der zum Jahresanfang kalkulierte Verlust konnte um rund 1.000 € auf etwa 1.400 € reduziert werden. „Unser“ Förster teilte mit, dass fast 75% der geschlagenen Bäume den Bergern als Brennholz direkt zugute kommt.
Auch in diesem Jahr konnten wieder über 2.500 € durch den Verkauf von Bärlauch erlöst werden.
Nach wie vor ist ein Teil des Berger Baumbestandes durch Granatsplitter aus dem 2. Weltkrieg geschädigt. Allerdings ist ein Teil der Pflanzungen ab 1950 heute schon „reif“, geschlagen zu werden, also unbeschädigt und besser verkäuflich.
Weiter wurde der Rat über eine Veränderung des Forstverwaltung informiert. Diese wird für Berg keine Veränderung der Ansprechpersonen haben, sondern sich eher verwaltungsintern auswirken. Positiv wird für uns aber sein, dass die uns berechneten jährlichen Verwaltungs-kostenanteile um ca 1.300 € sinken werden.

Der Jahresabschluss 2006 wurde in großem Einvernehmen genehmigt; Ortsbürgermeister, Verbandsbürgermeister und den Beigeordneten wurde Entlastung erteilt. Obwohl anders als in vielen Gemeinden in Berg die Gewerbesteuereinnahmen nicht gestiegen, sondern gesunken sind, gelang es auch bei uns, die seinerzeit geplanten Verluste wesentlich zu reduzieren. Dies wirkte sich vor allem im Verwaltungshaushalt aus, bei dem anstelle eines geplanten Verlustes von knapp 300.00€ lediglich ein Verlust von gut 85.000€ entstand.
Der Schuldenstand pro Kopf der Bevölkerung belief sich zum Jahresende auf etwa 205 € zuzüglich des Darlehens für die Photovoltaik mit etwa 60 € sowie die Zwischenfinanzierung für das Gewerbegebiet Mühläcker (soll durch die Grundstücksverkäufe getilgt werden) mit etwa 690 €, alles zusammengerechnet 958 € .
In der Diskussion wurde angeregt, aus der Jagdpachtrücklage von über 100.000€ stärker als bisher die Unterhaltung der Feldwege zu betreiben.

Beim nächsten Punkt ging es darum, im Gewerbegebiet Mühläcker einige Beschränkungen des Bebauungsplanes zu lockern. Es wird erwartet, dass dann die an die Wohnbebauung von Neulauterburg anschließenden Grundstücke ohne Nachteile für die Bevölkerung besser vermarktet werden können. Der Gemeinderat fasste den entsprechenden Beschluss, daher kann jetzt eine Änderungsplanung angegangen werden.

Auf eine Bürgerfrage zum Stand der Geothermie-Anlage teilte der Verbandsbürgermeister mit, dass nach Auskunft der Fa. Alta Fide als Inhaber des Bergrechtes bis auf weiteres keine Bohranlagen zur Verfügung stehen. Somit sei auch kein Termin für die Bohrung bekannt.

Als außergewöhnliche Information teilte der Ortsbürgermeister mit, dass eine frühere Einwohnerin der Ortsgemeinde einen Betrag von 100.000 US-Dollar vererbt hat.

Im nichtöffentlichen Teil, über den wir nicht im Einzelnen berichten können, ging es um mehrere Bauanträge, eine Auftragsvergabe sowie Maßnahmen der Ortsgemeinde als Eigentümerin von Grundstücken.

Ein Imbiss im Bürgermeisterzimmer rundete die Sitzung zum Jahresende positiv ab.

 

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