„Menschen der Region 2009“ am 10.1.2010 in Hochstadt

Veröffentlicht am 11.01.2010 in Pressemitteilung

Wie in den letzten 10 Jahren hat die SPD Südpfalz mit ihrem Vorsitzenden Heinz Schmitt aus Berg wieder Menschen und Gruppen geehrt, die sich im abgelaufenen Jahr außergewöhnlich ehrenamtlich für ihre Mitmenschen eingesetzt haben. Heinz Schmitt freute sich, neben Kurt Beck auch die SPD-Landtagsabgeordneten Barbara Schleicher-Rothmund und Wolfgang Schwarz, die Kreisvorsitzenden Jürgen Nelson und Alexander Schweitzer, den Landauer Stadtverbandsvorsitzenden Maximilian Ingenthron und als Urgestein der Partei Clemens Nagel aus Minfeld neben vielen Mandatsträgern und Verantwortlichen aus den Kommunen begrüßen zu können.
Geehrt wurden: Simon Nichterlein, Annweiler für sein Engagement bei der DLRG; Harry Braun, Gossersweiler-Stein für sein Straßenkinderprojekt in Brasilien, die Wörther Tafel mit ihrem Vorsitzenden Thomas Stuhlik, Wörth und Kurt Schuschu, Rheinzabern, für seine Unterstützung der Lebenshilfe.
Der Naturfreunde-Chor Hochstadt begleitete mit nachdenklichen, aber auch mit unterhaltsamen Liedern die Veranstaltung. ...

... Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war die Ansprache unseres Kurt Beck. Wie wir es bei ihm gewohnt sind, redete er nicht um den heißen Brei herum, sondern stimmte auf das Jahr 2010 mit klaren Vorschlägen und Aussagen sowohl zur globalen Finanzkrise wie der eher lokalen Aufgaben in Rheinland-Pfalz ein:
- Die Folgen der Krise dürfen nicht auf die Ärmsten in der Welt und bei uns abgeschoben werden. Unabhängigere und stärkere Kontrollen der Finanzgeschäfte einschließlich der ins Ausland verlagerten oder gar dort versteckten Risiken sind dringend geboten. In erster Linie die langfristige Vernunft und nicht kurzfristige Gewinn-Maximierungen belegen die Güte und Seriosität eines Unternehmens.
- Diejenigen Unternehmen sind wertvoll, die über den Tag hinaus denken, sich durch intensive Forschung und Entwicklung auf künftige Märkte vorbereiten und für die nächste Generation fit machen sowie für ihre Mitarbeiter verlässliche Arbeitgeber sind.
- Angesichts der krisenhaften Auswirkungen in allen geschäftlichen Bereichen ist aber auch das Land gefordert und aktiv tätig, soweit wie vertretbar, Unternehmen zu unterstützen und Arbeitsplätze zu erhalten. Denn weggefallene Arbeitsplätze wieder aufzubauen, ist ungleich schwieriger als gefährdete Plätze zu erhalten.
- Arbeitnehmer haben in allen Bundesländern auf Milliarden Euro – auch im solidarischen Interesse ihrer Kollegen – verzichtet. Die SPD weiß das, sie lässt die Arbeitnehmer nicht allein und unterstützt Gewerkschaften und Betriebsräte bei der Entwicklung und Durchsetzung von Lösungen in schwierigen Situationen.
- Die grundlegende Idee, Ökologie, Ökonomie, Umwelt und Soziales miteinander zu versöhnen, ist zeitlos modern. Sie ist und bleibt eine Gegenwarts- und Zukunftsidee der Sozialdemokraten.
- Umfassende und nachhaltige Investitionen sichern die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft: Förderung der Familien, Ausbau der Ganztagsschulen, Aufrechterhaltung der Gebührenfreiheit in den Kindergärten und beim Studium und weitere Anstrengungen, die Verbindung von Beruf und Familie für Frauen wie für Männer zu verbessern: Auch in diesen politisch wichtigen Bereiche geht es uns darum die Zukunftsfähigkeit zu sichern .Darüber hinaus bedeutet das Älterwerden unserer Gesellschaft für uns keine Last, sondern ein wichtiges Handlungsfeld auf allen politischen Ebenen.
- Bei den Maßnahmen der Landesregierung wird jede Region und jeder wirtschaftliche Sektor einbezogen. Das gilt auch für die Randlagen in der Eifel, dem Westerwald, der Westpfalz oder der Südpfalz (in die allein in den letzten 12 Jahren etwa 550 Mio € zuzüglich über 60 Mio € aus dem Konjunkturprogramm 2 geflossen sind) . Und wenn bei diesen vielen Aufgaben einmal Fehler gemacht werden, wie es leider beim Nürburgring-Projekt der Fall war, stellt sich die Landesregierung ihrer Verantwortung, analysiert die Fehler und wälzt sie nicht einfach auf die Steuerzahler ab, sondern entwickelt wirtschaftlich tragfähige Perspektiven.
Selbstverständlich dankte Kurt Beck allen Geehrten persönlich für ihren Einsatz und lobte die Ehrung der „Menschen der Region 2009“ durch die Südpfälzer SPD. Denn von diesen „Menschen der Region“ werden nicht wohlfeile Lippenbekenntnisse abgegeben, sondern sie helfen tatkräftig und ehrenamtlich Schwächeren und beweisen Mitmenschlichkeit und Solidarität. Damit regen sie zugleich viele Andere an, selbst mitmenschlich und solidarisch zu handeln.

 

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